Quadriga war laut kanadischen Behörden ein Ponzi-Schema

QuadrigaCX, ein kanadischer Kryptoaustausch, der 2019 zusammenbrach, war laut OSZE betrügerisch.

Wichtige Mitbringsel

  • Die Wertpapierkommission von Ontario hat die QuadrigaCX untersucht und festgestellt, dass ihr Eigentümer Gerald Cotten Betrug begangen hat.
  • Die Börse deckte ihre Verluste durch betrügerische Auszahlung alter Kunden mit neuen Kundeneinlagen ab.

Die Quadriga brach nach Angaben der kanadischen Behörden wegen des Betrugs von Gerald Cotten, der die Börse wie ein „Ponzi-Schema“ betrieb, zusammen.

Der Zusammenbruch der Quadriga

Die Quadriga brach 2019 nach dem Tod ihres Gründers Gerald Cotten zusammen. Durch den Zusammenbruch verloren 76.000 Investoren Krypto-Währung im Wert von fast 170 Millionen Dollar. Die OSZE sagt, dass diese Verluste auf Cottens betrügerische Aktivitäten zurückzuführen sind, und stellt fest, dass er mehrere Quadriga-Konten eröffnet und falsche Bilanzen erstellt hat, um gegen seine Kunden zu handeln.

Als dann im Jahr 2018 der Kurs von Bitcoin Profit zusammenbrach und die Börse unterfinanziert blieb, verwendete Cotten von Kunden eingezahlte Beträge, um die von anderen Kunden gewünschten Abhebungen zu decken. „Tatsächlich bedeutete dies, dass Quadriga wie ein Ponzi-Schema funktionierte“, schlussfolgert die OSZE.

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Andere unredliche Aktivitäten

Die Quadriga war auch an anderen Formen von Fehlverhalten beteiligt. Die OSZE stellt fest, dass sich die Quadriga nicht bei einer Wertpapieraufsichtsbehörde registriert hat, was es der Börse leicht machte, Betrug zu begehen. Darüber hinaus heißt es, dass Cotten Gelder zur Finanzierung seines „verschwenderischen Lebensstils“ veruntreut habe und dass er Geld durch den Handel mit Anlegervermögen an anderen Börsen verloren habe, ohne es diesen Anlegern mitzuteilen.

Interessanterweise sagt die OSZE, dass Cottens Tod nicht zu Verlusten für die Anleger geführt habe, was die Theorie widerlegt, dass Cotten seinen eigenen Tod vorgetäuscht habe, um mit Quadrigas Bitcoin zu verschwinden. Die OSZE sagt, dass sie aufgrund der Tatsache, dass Cotten verstorben ist und Quadriga bankrott ist, keine Durchsetzungsmaßnahmen ergreifen wird. Sie fügt hinzu, dass die Gelder des Unternehmens über das Konkursgericht verteilt werden.

Der Zustand der Krypto in Kanada

Wie die OSZE feststellt, sind viele kanadische Kryptofirmen in Betrieb, haben sich aber nicht bei einer Wertpapieraufsichtsbehörde registriert. Sie warnt kanadische Investoren, ihre Nachforschungen anzustellen und nach Anzeichen von Betrug zu suchen, bevor sie Geld an eine Krypto-Börse schicken.

Übrigens sind vor kurzem strengere Vorschriften in Kraft getreten. Ab dem 2. Juni 2020 müssen kanadische Krypto-Börsen Aufzeichnungen über kryptobezogene Transaktionen über 10.000 CAD führen. Sie müssen sich auch bei FINTRAC als Teil einer neuen AML/CFT-Regelung registrieren lassen.

Angesichts der relativ geringen Größe der kanadischen Kryptoindustrie sind diese Änderungen jedoch möglicherweise nicht im großen Maßstab besonders bemerkenswert.